Es war eine besondere Begegnung in der Aula der Johann-Christoph-Blumhardt-Schule. Gebannt hörten fast 80 Schülerinnen und Schüler aus der Mittel- und Oberstufe den Erzählungen des 92-jährigen Fritz Müller zu.

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts wurde der Veteran aus dem 2. Weltkrieg eingeladen, um aus seinem bewegten Leben zu erzählen. Seine Zuhörer waren beeindruckt von den dramatischen und aufwühlenden Ereignissen, die der sympathische Redner selbst erlebt hat. Offen und ehrlich sprach er von Fronterlebnissen, seiner Gefangennahme nach dem Kampf um die Brücke bei Remagen und seiner spektakulären Flucht aus französischer Gefangenschaft, dies stets mit einem mahnenden Unterton. Von Heldengeschichten war nichts zu hören, stattdessen wurden dem Publikum die Schrecken des Nationalsozialismus und des Krieges vor Augen gehalten. In der anschließenden Fragerunde stand Fritz Müller noch fast eine Stunde lang Rede und Antwort und richtete am Ende der Veranstaltung einen wichtigen Appell an die jungen Leute: „Tut was ihr könnt, um neuen Krieg zu vermeiden. Denn Krieg ist das Schrecklichste, was es gibt.“