7.10: Herr Vollheim kauft sich einen Becher Kaffee am Hbf Mühlacker und vergisst ihn.

Anina trägt ihn dem vergesslichen Lehrer hinterher. Ein Hausistrich für Herrn Vollheim.

7.35: Herr Winterstein und Frau Vollheim genießen das Vesper, dass ein paar Schülerinnen für die Verantwortlichen gemacht haben.

8.12: Wegen Verspätung Anschlusszug um 3 min. verpasst – eine Stunde Zwangs“urlaub“ in Karlsruhe. Und die Klasse? Man spielt „Wer bin ich“ und verzückt damit die halbe Pendlerschaft im Hbf Karlsruhe J.

9.50: 45 min. Aufenthalt in Appenweier – was macht die G8: Handstände, Akrobatik, Stunts über Geländer, Fotoserien, Selfies und Chillen (so wird aus einem Outback-Bahnhof ein Halli Galli-Nest). Erkenntnis der Stunde: Lena ist aus Gummi und Tim Joel lebt noch.

10.30: Wir laufen von Kehl über die Europabrücke und marschieren allen Ernstes nach Frankreich. Dort erst Mal 45 min. Aufenthalt am Fahrkartenautomaten, weil der Service der Straßburger Tram… sehr bedenklich ist. Erkenntnis: Herr Vollheim kann auch auf Französisch ausrasten. Tatsache: Ohne Münzgeld kommt man in Straßburg nicht sehr weit...

10.50: Die G8 scharrt ihr ganzes Kleingeld zusammen, damit man den Automaten füttern kann. Kommentar: Herr Winterstein und Herr Vollheim haben eine klasse Klasse!!! Herr Winterstein holt Münzgeld aus der nächsten Bank (ohne Pistole J).

11.30: Zweieinhalb Stunden später als geplant kommen wir endlich in der Cité an. Die Laune der G8 unverändert super.

11.50: Klassenfoto am Straßburger Münster… das allen Ernstes Mittagspause hat!!! Die Schlange vor dem Portal geht durch die halbe Cité. Erkenntnis der Stunde: Gott macht zum Glück nie Mittagspause. Die Laune der G8 unverändert super.

12.50: Im Gerberviertel „Petite France“ haben wir eine Stunde Freizeit. Flammkuchen muss her.

14.30: William spielt am Straßburger Hbf Klavier.

17.01: Ankunft in Mühlacker: Wenigstens die Rückfahrt verlief ohne Odysseen (wurde auch für gebetet!), so dass Janice, Anina und Herr Vollheim die Abschlussfeier der R10 rechtzeitig erreichten.

Es bleibt festzuhalten: Die Fahrt war als Sprachreise gedacht. Daraus wurde mangels Zeit, die uns die Bahn genommen hat, nichts (abgesehen davon, dass unsere „Schäfchen“ so tun, als ob sie noch keine Minute Französisch gehabt hätten J). Aber die Klassengemeinschaft war unbezahlbar wertvoll. Die Erlebnisse mit unserer G8, ihr Einsatz und ihr vorbildliches Verhalten in bescheidenen Umständen sind jede Reise wert – nächstes Schuljahr fahren wir nochmal nach Straßburg, so Gott will.

Jens-Chr. Vollheim