G10 und BG13 am 14.9 2018 in Dachau

Exkursionen im Fach Geschichte, Erdkunde oder Politik können zumeist das bieten, was der Unterricht in der Form nicht immer bieten kann: hautnah sich mit spezifischen Themen auseinandersetzen. Die 46 Schüler der R10 und BG13 haben mit den Fachlehrern Gutjahr und Vollheim die KZ-Gedenkstätte Dachau besucht und im Rahmen einer Führung die volle Bandbreite der Gräuel, die die SS in diesem Lager verübt hat, vor Augen geführt bekommen. Für die BG13 wurde diese Führung von Lara Lauter organisiert – also dankenswerterweise durchgeführt aus den eigenen Reihen! Die wohl bittersten Erkenntnisse über die Zustände als Häftling in einem KZ, von denen es tausende im ehemaligen Dritten Reich gab, waren für die Schüler vor allem folgende:

  • Du bist als KZ-Häftling nur noch „Ungeziefer“ für die SS gewesen – kein Mensch mehr.
  • Als solcher warst du der Willkür deiner Peiniger ausgesetzt; es war rechtsfreier Raum, in dem du nicht vorstellbarer Folter, Strapazen, Hunger, Krankheiten und Seuchen ausgesetzt warst.
  • Vergebung ist hier mehr denn je die Konstante, die von Nöten ist.

Die obligatorische, alle Jahre wiederkehrende Exkursion nach Dachau, hat dann ihren Zweck erfüllt, wenn die Schüler, wie auch dieses Mal, zum Teil wie eingefroren wirkten und sich bei ihnen zahlreiche Fragen an die Referenten ergaben. Hier wird Unterricht mit Aufarbeitung verbunden – eine lohnende Sache für uns alle, generationsübergreifend…

Jens-Chr. Vollheim

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